16. Mai 2012
In diese Pizzeria in Catania auf Sizilien (Direktflug mit Edelweiss, nur so zur Info…) bin ich schwer verliebt. Immer noch. Es ist eine winzig kleine Bude, eigentlich mehr ein Take-Away mit einer Bar.
Es gibt nur zwei Angestellte: der Pizzaiolo und der Kellner (wahrscheinlich Vater und Sohn). Ein lustiges, schweigsames Trüppchen, das aber wies Bisiwetter arbeitet und eine tolle Pizza serviert. Ausser Pizza gibts nix. Alle Zutaten sind frisch (z. B. die Pilze), ein schöner Schinken, Büffel-Mozzarella. Von der Bar blickt man direkt in den Pizzaofen. Sympa.



Baldoni Bennardo Pizzeria del centro, Via Montesano 11, Catania, Sizilien
Tags: Baldoni Bennardo, Catania, Italia, Italien, Pizzeria del centro, Sicilia, Sizilien, Via Montesano
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14. Mai 2012
Auf der Plaza Garibaldi in Mexico City spielen die Mariachis, aufgedonnert in Kostümen, die uns an die Fasnacht erinnern. Gleich daneben liegt der Mercado San Camilito, eine grosse Halle mit ganz vielen kleinen Lokalen. Alle servieren dasselbe: Pozole - eine Suppe mit Schweinsöhrchen. Na, bravo…!
Wir bestellen Panuchos – frittierte Tacos mit Poulet, giessen grosszügig von der grünen Chili-Gurken-Sauce drauf und bereuen es nach dem ersten Bissen. Hier essen mexikanische Grossfamilien zu Abend, man sitzt auf kleinen Schemmeln, an Tischen mit speckigen Tischtüchern. Es ist lärmig, chaotisch. Es ist toll. Mehr Mexico geht nicht. Nach den Panuchos holen wir am Stand gegenüber drei verschiedene Flan. So müssen Ferien sein: glücklich, mit vollem Magen!

Und hier noch ein Foto – einfach so, weils lustig ist – NICHT von der Plaza Garibaldi, sondern vom Zócalo, dem Hauptplatz von Mexico City:

09. Mai 2012
Ja, ich gebs zu: Ich bin ein Fan der “Hangover”-Filme! Vor allem beim ersten habe ich fast in die Hosen gebrünzelt vor Lachen. Der zweite, na ja…! Für mich zu viel kopiert – aber dass er in Bangkok spielt, fand ich natürlich genial (Lieblingszitat: “Bangkok has him now, and she’ll never let him go!”).
Klar also, dass ich in die Sky Bar im Lebua Tower gehen wollte – dort, wo die Jungs auf der Treppe die grosse Krise befällt. Die Preise sind gesalzen (grosse Sprüche wie “Ich lade euch ein!” kommen dort teuer zu stehen…), aber die Aussicht auf die funkelnde, glitzernde, hupende, chaotische Stadt ists wert.


Tags: Bangkok, Film, Hangover, Lebua Tower, Sky Bar, Thailand, The Dome
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07. Mai 2012
Fünf Gründe, warum man (bald) im Hotel Belvoir in Rüschlikon am Zürichsee vorbei schauen sollte:
1. Die Aussicht! Da schnödet man ja immer über die Pfnüselküste – doch diese wunderbare Sicht auf den Zürichsee und die Berge bekommt man auf der gegenüber liegenden Goldküste definitiv nicht!

2. Die Architektur. Ein topmoderner, gläserner, lichtdurchfluteter Bau – das Hotel ist brandneu und feierte eben erst sein einjähriges Jubiläum. Dennoch hat das Haus eine lange Geschichte – auf alten Postkarten entdeckt man, wie das Belvoir früher aussah:

Und so siehts heute aus – Blick in den Bankett-Saal, gedeckt für Lunch:

3. Die Küche. Fantasievoll, aber ohne störendes Chichi. Besonders geschmeckt hat mir das Vitello Tonnato zur Vorspeise. Und der Hummer – köstlich! Logisch, dass man auch vom Restaurant, in dem abends ein riesiger Grill eingefeuert wird, eine Wahnsinnssicht auf den Zürisee hat!

4. Der Jacuzzi. Mit Sicht auf den Üetliberg!

5. Der Prosecco. Für mich der allerbeste Grund für einen baldigen Besuch: Wenn vier Ladys gemeinsam in die Belbar – die Hausbar des Hotels Belvoir – kommen, erhalten sie eine Flasche Prosecco offeriert. Einfach so! Leider gilt das Angebot nur noch bis 24. Juni – darum: hurry up!

Tags: Belbar, Hotel Belvoir, Jacuzzi, Prosecco, Rüschlikon, Züri Downtown Switzerland, Zürichsee
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06. Mai 2012
Fussball, mhm, eigentlich nicht so mein Ding. Doch wer die Seele von Buenos Aires verstehen will, so sagte man mir, müsse sich einen Match der Boca Juniors anschauen, am besten im Heimstadion La Bombonera. Bueeeno! Also treffen wir Andres, einen eingefleischten Boca-Fan, 30 Jahre alt, behaart wie ein Bär. Er besorgt Tickets. Und begleitet uns an den Match. «Fussball ist Leidenschaft», sagt er und schlägt sich auf die Brust. Andres’ Begeisterung für Maradona ist gross, aber nicht mehr so unendlich wie auch schon. «Er hat sich lange nicht mehr in der Bombonera blicken lassen», sagt er düster.
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02. Mai 2012
Jugi-Mief? Times have changed! Das neue YHA Sydney Harbour The Rocks ist topmodern und bietet von der Dachterrasse – BBQs! Sonntagsbrunch! – eine grandiose Sicht auf die zwei wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt: das Opernhaus und die Harbour Bridge.
Nebenan im Shangri-La zahlen sie für diese Aussicht ein paar hundert Dollar, in der Jugi kostets umgerechnet 42 Franken. Not bad, eh?


P.S. Es gibt – zum Glück – auch Doppelzimmer…! Phu! Einige sogar mit Sicht auf das Opernhaus! Die sind zwar etwas teurer, aber mit 140 Franken immer noch ziemlich erschwinglich!
30. April 2012
Richmond sei, schreibt der Chef des Gemeinderats in einer Broschüre, “ohne Zweifel der schönste der 32 Stadtbezirke Londons”. Bescheidenheit tönt anders. Aber warum lügen? Jeder Londoner, der nach Richmond zum Ausspannen fährt, würde den Werbeslogan unterschreiben. Richmond ist nicht der Ort, wo sich London neu erfindet. Richmond ist der Ort, der einfach nur – ja eben – schön ist. Und das seit Jahrhunderten.
Der Bezirk in der Nähe von Heathrow hatte nie einen Markt (bis heute gibt es lediglich den Farmer’s Markt am Samstag auf dem Heron Square). Richmond hat die Themse, die hier ganz kitschig idyllisch und verträumt ist. Richmond war immer schon ein Resort – auch für die Royals. Die Tudors bauten sich im 16. Jahrhundert Schlösser und Jagdvillen, direkt am Wasser. Sie flüchteten per Boot (das kann man heute noch tun!) vor der verpesteten Luft in der Innenstadt, aufs Land, wo alles grün und sauber war. Aber guggst du selber:


Ja, das ist noch in London:

Hier gehts zu meiner Richmond-Reportage “Go West!” in der SonntagsZeitung, die kürzlich erschienen ist.
25. April 2012
“Harti Siechi” findet man im südlichen Arizona. Zum Beweis hängen sie stählerne Eier - sogenannte “Truck Nuts” – an ihren Wagen:

Well, well, well… Dennoch mag ich Arizona sehr! Hier gehts zu meiner Reportage “Cowboys & Burritos”!
23. April 2012
Vom Hotel Paradies in Ftan war ich ein bisschen enttäuscht. Ein wunderschöner Ort mit herrlicher Aussicht aus dem Bett, aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmte für mich nicht. Das Zimmer kostete 450 Franken, war aber ziemlich klein, besonders das Bad. Der TV war winzig, es gab weder einen Teekocher, eine Nespresso-Maschine und auch keine iPod-Dockingstation (geschweige denn Wifi). Dinge, die ich in einem Fünf-Sterne-Haus einfach erwarte. Für mich ist klar: Nächstes Mal gehe ich wieder ins Belvédère in Scuol (wollten wir ursprünglich auch – aber es war ausgebucht…).

Dagegen war das Essen bei 18-Punkte-Koch Martin Göschel im In-House-Lokal La Bellezza einfach nur fantastisch. Ja, auch teuer – aber jeden Franken wert (unser 10-Gang-Menü kostete 200 Franken). Er verwendete weder Foie Gras noch Hummer, dafür nur Produkte aus der Region: Bachforelle, Reh-Essenz, Engadiner Kalb oder auch Wiesenknopf, ein Kraut, das gleich um die Ecke des Hotels wächst. Ganz toll waren die Amuse Gueule und die Schmorgurke im scharfen Sud – einfach, aber raffiniert. Chefkoch Martin Göschel hat jedenfalls einen neuen Fan!

Hotel Paradies, 7551 Ftan, 081 861 08 08, www.paradieshotel.ch
Tags: Belvédère, Bündnerland, Engadin, Ftan, Graubünden, Martin Göschel, Paradies, Scuol
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22. April 2012
Wir Schweizer gelten – neben den Japanern – als die angenehmsten Hotelgäste. Wir verlassen ein Hotelzimmer sauber, ohne Chaos (manchmal haben wir sogar noch das Bett gemacht). Wir stauchen kein Zimmermädchen zusammen, sondern legen ein schönes Trinkgeld hin. Wir machen morgens um drei Uhr keinen Lärm. Unsere Kreditkarte ist gedeckt (wenn wir nicht bereits im Voraus bezahlen). Und vor allem: Wir motzen nicht.
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