28. September 2011 | Stefanie Rigutto

Buenos Aires in der annabelle

Soeben ist meine Buenos-Aires-Reportage unter dem Titel “Un beso, Baires!” erschienen. Hier gibts die vollständigen (ungekürzten) Tipps dazu:

Anreise: Nach Buenos Aires gibt es keinen Direktflug. Entweder mit Iberia über Madrid oder mit Air France über Paris. Ab 1500 Franken. Argentinien liegt auf der Südhalbkugel. Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, also die Monate Oktober/November sowie Februar/März. Im Dezember und Januar ist es sehr heiss in Buenos Aires.

Hotels:
- Aura Suites Boutique Hotel: Hübsche Unterkunft im Viertel Palermo, zur Plaza Serrano, dem Dreh- und Angelpunkt der Ausgangsszene, sind es etwa zehn Gehminuten. Herrlich entspannter Garten.
- Hotel Elevage: Etwas unpersönliches Business-Haus, dafür an bester Lage im Microcentro, guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

Arrangement: Salinatours, der Mittel- und Südamerika-Spezialist von Travelhouse, bietet ein „City-Package Buenos Aires“ an. Zwei Übernachtungen im Hotel Elevage inkl. Transfers, private Stadtrundfahrt sowie Tangoshow mit Abendessen kosten ab 590 Franken. Weitere Angebote für Individual- und Rundreisen in Argentinien sowie Aufenthalte in Buenos Aires.

Essen:
- Treintasillas: Eines der ersten „Restaurantes a puertas cerradas“ (closed-door restaurant), das 2007 eröffnet wurde. Damals gab es in Baires etwa fünf solcher Lokale, nun sind es geschätzte 30. Es ist nur am Wochenende geöffnet, man erfährt die Adresse nur nach der Tischreservation und es gibt nur ein Menü. Weitere closed-door Restaurants: www.lacocinadiscreta.com, www.colectivofelix.com, www.paladarbuenosaires.com.ar (und NEU auch in Zürich: www.departamento.ch)
- Trattoria Il Ballo del Mattone, Palermo: Benannt nach einem alten Lied von Anita Pavone. Spezialität ist das Caramello, ein mit Mozzarella gefülltes Blätterteig-Zältli. Gorriti 5737 (Ecke Bonpland).
- Ugi’s Pizza: Eine Take-Away-Institution, die man an verschiedenen Orten findet. Sehr günstig, sehr beliebt, gute Pizza. Sie kostet acht Pesos, 1,60 Franken. Zum Beispiel an der Suipacha 602 (Ecke Tucumán), Microcentro.

Trinken:
 - La Resistencia, San Telmo: Künstler und andere seltsame Kreaturen mit wenig Geld, heruntergekommen, laut, dreckig. Es wurde 2001 während der Krise eröffnet und verstand sich als Widerstandsbewegung – daher der Name – gegen den „Corralito“. Defensa 820.
- Gran Bar Danzon, Microcentro: Coole Cocktail-Bar, auch hübsch zum Essen, gute Alternative zu den Restaurants in Palermo. Unbedingt die Ceviche als Vorspeise probieren! Libertad 1161.

Unternehmen:
 - Bicicleta Naranja: Die Stadtverwaltung will die Bewohner auf Velos umsatteln. Immer öfters sieht man gelbe Container, wo man gratis Fahrräder mieten kann. Die Touristen tun es bereits, zum Beispiel mit geführten Touren von Bicicleta Naranja, die in San Telmo oder Palermo starten.
- Tango: Wer Tango lernen will, findet in Claudia Bozo (La Esquela del Tango) eine seriöse, versierte Lehrerin. Wer selber tanzen will, ist an den Nachmittags-Milongas in der Confitería Ideal richtig.
- Ein Asado kann man zwar auch in einem Restaurant in Buenos Aires essen. Es lohnt sich aber ein Grill-Ausflug aufs Land. Bei Salinatours gibt es einen privaten, deutschsprachigen Tagesausflug „Fiesta Gaucha“ auf eine Estancia. 264 Franken/Person.

Kultur:
- Fundación Proa, La Boca: Ein Museum mit wechselnden Ausstellungen, ein Glasbau inmitten der Kolonialfassaden, gleich neben der Touristenmeile Caminito. Von der Café-Terrasse blickt man auf das Markenzeichen des Viertels, eine alte Eisenbahnbrücke, die über den Rio Riachuelo führt.
- Palacio Barolo: Der erste Wolkenkratzer der Stadt, 1923 errichtet. Kürzlich renoviert werden nun Touren durch das eindrückliche Gebäude angeboten – wirklich die Luft weg bleibt einem jedoch von der Kuppel: Sie bietet eine der besten Aussichten auf die Stadt.

Shopping:
- Rapsodia: Dieser Kleiderladen im Viertel Palermo Viejo vereint alle Eigenschaften der Stadt: Schönheit, Sinnlichkeit, Entspanntheit, aber auch Ineffizienz (wer zahlen will, muss geduldig sein). Honduras 4872.
- Havanna: Buenos Aires ist übersät mit Läden der Confiserie Havanna. Sie verkauft Alfajores. Die beliebsten sind jene, die gefüllt sind mit Dulce de Leche, einer Creme aus Milch, Zucker und Vanille und mit Abstand die wichtigste Süssigkeit Argentiniens.

Lesen:
 - „Mafalda“: Der argentinische Comic schlechthin, geschrieben von 1964 bis 1973, doch mit seiner Weltkritik bis heute aktuell. Das besserwisserische Comic-Mädchen Mafalda , das sich dauernd Sorgen über den Weltfrieden und die Menschheit macht, wurde 2009 mit einer „lebensgrossen“ Statue geehrt. Ecke Chile und Defensa, San Telmo.
- Tomás Eloy Martinez: „Santa Evita“: Der meist gelesene argentinische Roman aller Zeiten, eine Mischung aus Biografie, Legende und Klatsch über Evita Perón. Eines der spannendsten Bücher über Argentinien.

4 Antworten zu “Buenos Aires in der annabelle”

  1. joydy sagt:

    oder mit AeroMexico ab Paris : http://eu.aeromexico.com/

  2. Stefanie Rigutto sagt:

    genau!

  3. [...] News! Für meine Buenos-Aires-Reportage, die am 29. September 2011 in der annabelle erschienen ist, habe ich bei den SWISS Media Awards den [...]

Hinterlasse eine Antwort