Jeeeehh, Pontresina! Jeeeehh, Berge! Jeeeeh, Schnee! Nur mit der Sonne haperte es ein bisschen…! Egal.
Wir stiegen stilgerecht im Hotel Saratz ab, eine schöne 4-Sterne-Unterkunft, welche die alten Gemäuer von 1875 elegant mit dem 21. Jahrhundert verbindet. In den Gängen schwebt genau die richtige Prise Vergangenheit, die man sich in einem traditionellen Kurort im Oberengadin wünscht.
Meine vier Highlights des Wochenendes:
1. Die Anreise. Mit der Rhätischen Bahn fährt man ab Tiefencastel auf der herrlichen Unesco-Welterbestrecke Albula/Bernina. Über unzählige Brücken und Landwasserviadukte und durch unheimliche Kehrtunnels – ein Erlebnis! Und die richtige Einstimmung für das Wochenende in Pontresina.

2. Die Sicht aus unserem Hotelzimmer auf die Berge. Pas mal, nicht? (Übrigens, auch die SP-Politikerin Jacqueline Fehr verfiel am vergangenen Wochenende dem Saratz – kein Gerücht, mit eigenen Augen gesehen, ich schwör!)

3. Der Ruheraum in der Spa-Anlage. Nachdem man nach dem Skitag seine durchfrorenen Glieder im (sehr schönen) Hamam ausgiebig aufgeheizt und mittels Heiss-Kalt-Bädern den Kreislauf aktiviert hat, ruht man sich auf den Liegestühlen aus, schmökert in einem der vielen Magazine, blickt auf die verschneiten Berge und nickt langsam weg…

4. Das Beste kommt zum Schluss! Mein absoluter Höhepunkt war die Gourmet-Küche von Valère Braun, einem fröhlichen Elsässer, serviert im wunderschönen Belle-Epoque-Restaurant (auch dieses mit Blick auf die Berge, aber nach 17 Uhr ist da leider nur die pechschwarze Nacht…). Valère Braun – 15 Gault Millau Punkte – verzückte mit einer überraschend leichten französischen Küche. Ganz gross: Das Jakobsmuscheln-Carpaccio auf einem Blumenkohlschaum. Aber auch das Dessert, ein Gedicht: ein Rotwein-Glacé kombiniert mit einem Champagner-Mousse – nicht zu süss, nicht zu schwer und deshalb genau richtig. We will be back, Valère!

Hotel Saratz, Via Da la Staziun 2, 7504 Pontresina, Tel. 081 839 40 00, www.saratz.ch, DZ (mit gigantischem Frühstücksbuffet) ab 280 Fr.