Archiv für die Kategorie ‘All time favourites’

Donnerstag, 05. Januar 2012

Marina Bay Sands, Singapur

Das neue Hotel Marina Bay Sands ist fürwahr ein Grund, in Zürich in den A380 zu steigen und nach Singapur zu fliegen. Spektakuläre Sache, überstreut mit viel Vegas-Glitter!! Highlight ist der Infinity-Pool auf dem Dach des Luxushauses, 150 Meter lang, 200 Meter über Boden – der grösste Pool auf dieser Höhe! Und der Spass ist durchaus bezahlbar: Ein DZ (die übrigens riesig sind und entweder auf die Skyline oder auf die Strasse von Malakka blicken) gibts ab 250 Franken, je nach Saison.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mein Reisejahr 2011 – die Liste

Zum Jahresende habe ich erneut eine Liste verfasst. Dieses Mal: Wo ich 2011 überall war. Jeeeehhh! Aufgenommen wurden – wie vergangenes Jahr – nur Orte, wo ich mindestens eine Nacht verbracht habe (also nicht nur ein paar Stündchen auf dem Liegestuhl gesessen habe). 62 Destinationen sind so zusammen gekommen, verteilt auf alle fünf Kontinente…! Ay, caramba! HAPPY NEW YEAR!

Berlin, Deutschland
Besançon, Frankreich
Broome, West-Australien
Buenos Aires, Argentinien
Canal de la Marne, Frankreich
Cape Range National Park, West-Australien
Chalki, Griechenland
Cuasso al Monte, Italien
Cusco, Peru
Cottonwood, Arizona, USA
Davos
, Schweiz
Eglisau, Schweiz
Elm, Schweiz
Exmouth, West-Australien
Florenz, Italien
Frauenfeld, Schweiz
Fresno
, Kalifornien, USA
Gondo, Schweiz
Gotthard-Pass, Schweiz
Greve in Chianti, Italien
Gruyère, Schweiz
Gstaad, Schweiz
Kaluga, Russland
Kandersteg
, Schweiz
Kangaroo Island, Australien
Kapstadt, Südafrika
Kleinwalsertal, Österreich
Kos, Griechenland
Kratie, Laos
Lima
, Peru
Lenzerheide, Schweiz
London, England
Los Angeles, USA
Madiswil, Schweiz
Marseille, Frankreich
Martigny, Schweiz
Montefalco, Italien
Nouméa, Neu-Kaledonien
Pakse, Kambodscha
Peñafiel
, Spanien
Perth
, West-Australien
Phnom Penh, Kambodscha
Playa d’en Bossa, Ibiza
Pontresina, Schweiz
Port-Lesney, Frankreich
Quintanilla de Onésimo, Spanien
Rhodos, Griechenland
Rom, Italien
São Paulo, Brasilien
Scuol, Schweiz
Siem Reap/Angkor Wat, Kambodscha
Siena, Italien
Sierre, Schweiz
Singapur
Sydney
, Australien
Tarussa, Russland
Tokio, Japan
Tombstone, Arizona, USA
Tucson, ArizonaUSA
Vientiane, Laos
Weggis, Schweiz
Zürich, Schweiz

Hier gehts zu meinem Reisejahr 2010!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Alibi Room (aka Kogi BBQ Truck settled), Los Angeles

Vom Kogi BBQ Truck in Los Angeles habe ich bereits geschwärmt. Das Problem ist nur: Man muss seine Location auf der Website abklären, ihm dann nachfahren, ihn suchen und dann auch noch Schlange stehen, bis man die koreanischen Wahnsinns-Tacos endlich verdrücken kann. Daher haben die Macher nun den Alibi Room lanciert: Das Lokal liegt im Viertel Culver City und serviert die genau gleichen, superleckeren Tacos (ich empfehle die Combo “short rib, spicy pork & bbq chicken”). Im unkomplizierten Restaurant mit der grossen Bar ist es stockfinster (siehe Bild), dennoch verliess ich den Alibi Room mit einem glücklichen breiten Grinsen auf dem Gesicht. Ideal übrigens auch vor dem Rückflug, der Flughafen LAX liegt gleich in der Nähe!

Alibi Room, 12236 Washington Blvd, Culver City, Los Angeles, Kogi Korean BBQ hours: 18 Uhr bis Mitternacht, Montag bis Samstag

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Drei Dinge, die man in Nouméa, Neukaledonien, tun muss

Neukaledonien, der absolute Südsee-Traum – und nur zweieinhalb Flugstunden von Sydney entfernt. Also ziemlich viel näher als zum Beispiel Tahiti (das übrigens denselben Sonderstatus hat wie Neukaledonien, beide Inseln gehören noch zu Frankreich – 2014 soll über die definitive Unabhängigkeit entschieden werden…). Aber genug der Politik, hier drei Dinge, die man in der Haupstadt Nouméa tun muss:

Erstens, schlafen Sie im brandneuen Hotel Royal Tera. Die Zimmer sind riesig, die Preise (wir haben 250 Franken bezahlt pro Nacht) für das ziemlich teure Neukaledonien sogar ziemlich vernünftig. Die Zimmer haben einen grossen Wohnbereich mit einer modernen Küche (ja, man braucht sie, denn in Nouméa dominiert die französische Küche, von der ich nicht immer ein Fan bin…).

Zweitens, kitesurfen Sie (gibt es dieses Verb überhaupt?)! Oder schauen Sie zumindest zu! Der Wind weht heftig am Strand gleich neben dem Royal Tera Hotel. Als wir vor Ort waren, fand am Pointe Magnin sogar das Finale der Kitesurf Pro 2011 statt (quasi die WM, wenn ich das richtig kapiert habe). Ein Wahnsinns-Spektakel! (Übrigens, all das Seegras fand sich nur an diesem kleinen Abschnitt, gleich nebenan ist weisser Sand und klares Wasser!)

Drittens, geniessen Sie die französische Version von la dolce vita. Nouméa bietet die schönsten, romantischsten, farbigsten Sonnenuntergänge! Und falls Ihnen das zu langweilig sein sollte, können Sie immer noch auf der kleinen Île aux Canards, die man mit dem Taxiboot in zehn Minuten vom Hotel aus erreicht, einem speziellen Unterwasser-Pfad entlang schnorcheln. Die ganze Pracht der Unterwasserwelt!

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Rigutto testet – endlich – den A380!

Schon soooo lange wollte ich mal mit dem A380 fliegen, diesem Monsterteil von Flugzeug, das damals, als es in Zürich landete, von zigtausenden Schaulustigen bewundert wurde. Nun, endlich! Ich flog die Strecke Singapur-Zürich, in der Business Class im Oberdeck. Und zwar mit Singapore Airlines, die mich in Sachen Top-Service und Top-Essen einmal mehr nicht enttäuscht haben. Hier vier Dinge, die mir am A380 aufgefallen sind:

1. Der Sitz. Er ist so was von breit, dass ein Rigutto-Fudi zweimal drauf platz hat. Locker! Der Sessel ist dermassen breit, dass man sogar ein Extra-Armkissen (siehe rechts) braucht, weil die eigentliche Lehne zu weit entfernt ist!

2. Der “Do not disturb”-Knopf. Für ungestörtes Schlafen. Wie im Hotel. Nice!

3. Das Spiegelchen für die Dame von Welt. 

4. Der Cappuccino zum Frühstück. Mehr Luxus up in the air geht nicht mehr.

Mittwoch, 23. November 2011

In-n-Out Burger, Kalifornien

Der In-n-Out Burger ist eine Fastfood-Institution des Südwesten Amerikas – für einen solchen Burger würden sie an der Ostküste töten (trotz Shake Shack). Er wurde sogar im Film “The Big Lebowski” verewigt (“It’s near the In-n-Out Burger.” – “Those are good burgers, Walter!” – “Shut the fuck up, Donny!”). Die erste Filiale wurde 1948 eröffnet, nun gibt es neun Stück in Los Angeles, über 240 im ganzen Südwesten der USA. Es sieht in jeder Filiale genau gleich aus, sie sind auch immer genau gleich gross und identisch aufgebaut. In der offenen Küche brutzeln etwa zehn Personen, der Geruch von gebratenen Zwiebeln weht verführerisch über den Parkplatz, auf dem sowohl Mercedes Cabriolets als auch ein Ambulanz-Wagen stehen.

“Quality you can taste” leuchtet in altmodischen Lettern über dem weissen Tresen. Das Fleisch, darauf legt das Unternehmen wert, wird nie tiefgefroren. Die Brötchen werden ohne Konservierungsstoffe hergestellt, die Fritten in Cholestorolfreiem Öl frittiert. Fastfood in Olympia-Format! Bestellen Sie einen “Double-Double Animal Style” - der Himmel wartet.

Watch out for this sign! Der gelbe Pfeil führt zum Burger!

Montag, 07. November 2011

Taverne zum Schäfli, Wigoltingen TG: Zu Gast bei Wolfgang Kuchler

Der Thurgau wartet mit vielen guten Restaurants auf. Ein Lokal jedoch überragt sie alle: das Schäfli in Wigoltingen. Hier kocht Wolfgang Kuchler, seit über einem Vierteljahrhundert. Laut der Gourmetbibel „Gault Millau“ ist er „wohl der beste Alleinkoch der Schweiz“. Wolfgang Kuchler hat zwar 18 Punkte, aber keine Küchenbrigade. Einzig der Tamile Simi geht dem Solisten zur Hand. Deshalb gibt es im Schäfli immer „nur“ ein Menü (drei Gerichte: 110 Franken, Menu complet: 165 Franken). Das Menü schreibt Wolfgang Kuchler von Hand, jeden Abend neu.

In der liebevoll restaurierten Bauernstube aus dem 18. Jahrhundert haben maximal 30 Personen Platz – ein Besuch im Schäfli ist immer ein intimes Erlebnis. Nach einem Amuse Bouche (einem Parmesan-Schaum auf Ratatouille, der Lust auf mehr macht) beginnen wir mit einer Sashimi-Variation. „Wow!“, rufen wir, als Wolfgang Kuchler den Teller vor uns hinstellt. „Sagen Sie das erst, wenn Sie es probiert haben“, entgegnet er. Sashimi von Lachs, Ton und Jakobsmuschel, verfeinert mit Ingwer und einer Wasabi-Marinade. Dazu trinken wir einen wunderbar erfrischenden Sauvignon Blanc vom Schlossgut Bachtobel (pro Glas: 12 Franken), einem Weingut ganz in der Nähe.

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Montag, 24. Oktober 2011

Gesehen in Tokio – Teil 2

Und weiter gehts mit Tipps und Tricks aus Tokioooooo!

Salarymen (lies: arbeitswütige Roboter) unterwegs im Rotlichtviertel Kabukicho.

Der letzte Schrei: Fotoautomaten, welche die (Schlitz-)Augen vergrössern, die Haut verschönern und die Lippen rosarot färben. Schau hier, wie mein Bild aus dem japanischen Fotoautomaten aussieht.

Das berühmte Bild “Die grosse Welle” von Katsushika Hokusai (1760-1849), gesehen auf einem Rollladen im Trendviertel Shimokitazawa.

Im Luxushotel Okura ist die Zeit stehen geblieben: Das Interieur blieb seit den 60ern/70ern unverändert – auch das Schild der Damentoilette, pardon, des “Ladies Powder Room”.

Das Verhältnis der Japaner zu ihren Hunden ist aus europäischer Sicht ziemlich – mhm – seltsam. Am Sonntag auf der autofreien Ginza-Dori, quasi der Bahnhofstrasse Tokios, führen alle ihr Hündchen aus, gestylt mit Mickey-Mouse-Shirts und Rüschenröckchen, manchmal sogar in einem Hundewagen (das wär ja noch, wenn das Pudelchen selber laufen müsste!). Oder eben: im Biene-Maja-Kostüm.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

L’Atelier Gourmand (Didier de Courten), Sierre: Bestes Wild-Menü 2011!

Im kleinen (und übrigens ziemlich hübschen) Walliser Städtchen Sierre/Siders habe ich am Wochenende mein bestes Wild-Menü EVER genossen (und ich bin noch nicht einmal ein sonderlicher Wild-Fan…)! Keine Übertreibung! Und zwar im L’Atelier Gourmand bei Didier de Courten, Schweizer Koch des Jahres 2006, 19 Gault-Millau-Punkte, zwei Michelin-Sterne.

Vom Menü (86 Franken, ein mehr als fairer Preis) habe ich praktisch kein Wort verstanden, doch liess ich mich – es geschieht selten – von der französischen Sprache dermassen bezirzen, dass ich es tel quel (!) orderte:

Entrée:
Un pâté de chasse en croûte, chutney à l’orange et aux airelles, mayonnaise au parfum de truffes, et une glace aux baies de genièvre.

Deuxième entrée:
Des suprêmes de cailles aux coings confits et citron bergamote, risotto de pomme de terre et courge potimarron, et une réduction à la syrah.

Plat:
Des médaillons de biches en crumble de pins, jus de baies sauvages, pulpe de choux rouges à l’orange, poires aux épices, et des spätzli aux épinards dorés.

Dessert:
Un cheese cake chaud aux ananas et un soufflé aux pruneaux, crème double épicée, et un milk-shake aux saveurs d’orient.

Dazu schlürften wir einen herrlichen Petite Arvine sowie einen Syrah, beide aus Sierre (da soll noch einer sagen, Walliser Weine könne man bestenfalls zum Koch gebrauchen!).

Leider war ich nach dem Amuse bouche so hin und weg, dass ich vergessen habe, die weiteren Gänge zu fotografieren, pardon, je suis désolée! Nur so viel: Es schmeckte göttlich – die Terrine, die Wachtel, die Reh-Medaillons, die knusprig-luftigen Spinat-Spätzli, einfach ein Gedicht von A bis Z.

Dafür habe ich nach dem Schmaus, als ich an der kühlen Luft und wieder halbwegs bei Sinnen war, noch das Hôtel de Ville von Sierre fotografiert:

L’Atelier Gourmand, Didier de Courten, Rue du Bourg 1, Sierre VS, www.hotel-terminus.ch

Montag, 10. Oktober 2011

Gesehen in Tokio – Teil 1

Eine Woche zurück aus Tokio – und immer noch schwer gefläscht! Darum hier ein paar Impressionen (und Tipps, natürlich…)!

Die Sicht auf die 35-Millionen-Metropole vom Metropolitan Government Building. Das Observatory im 45. Stock bietet eine 360-Grad-Rundumsicht und ist – gratis!

In Kabukicho, dem Rotlichtviertel Tokios in der Nähe der Shinjuku-Station, kommen auch Frauen auf ihre Kosten, und zwar in den Host-Clubs.  Für 100 Franken darf man mit einem der Typen (mit Namen wie “Total Producer”…) reden, sich von ihm die Zigarette anzünden oder den Wein einschenken lassen. Abgefahren!

Die Gourmet-Abteilung von Isetan in Shinjuku, der grössten Luxus-Kaufhauskette der Stadt, lässt den Globus an der Bahnhofstrasse wie einen Billig-Schmuddel-Supermarkt erscheinen. Die Esswaren sind ausgestellt wie Schmuckstücke – und teuer: Die Melone gibts für 40 Franken, die Mango für 50 Franken.

Haudegen Tommy Lee Jones ist der absolute Werbestar in Tokio. Warum? Das konnte uns keiner wirklich erklären. Ob in der Metro oder auf den Getränkeautomaten selber – überall wirbt er für die kleinen Dosen mit den Kaffee-Getränken. Boss!

Eine Pachinko-Spielhölle – wer dachte, in den Casinos von Las Vegas bimmle es viel zu laut, der kommt hier gewaltig auf die Welt. Nach zehn Minuten in einer Pachinko-Hölle pfeifen einem die Ohren wie nach einem dreistündigen Konzert von ACDC.