Archiv für die Kategorie ‘Miini Schwiiz’

Mittwoch, 08. Februar 2012

Naturfreundehaus, Davos

Meine neue Lieblingsbeiz im Skigebiet Jakobshorn in Davos: das Naturfreundehaus. Tönt etwas alternativ, und verglichen mit den “normalen” Pistenbeizen ist es das auch – thank God!

Romantisch im Wald gelegen, zu Beginn der Talabfahrt vom Clavadeler-Lift aus (der einzige Jakobshorn-Sessellift mit Plastikhaube, lausig…), servieren die entspannten Angestellten frische Pasta, gute Pizokel und vor allem herrliche Kuchen. Das Geschirr ist stilvoll, die Stimmung ruhig und gemütlich – nix Halligalli, wie mans sonst kennt von den Pistenrestaurants. Da geht es nicht um kapitalistische Massenabfertigung, sondern um echte Gastfreundschaft! I LIKE!

Sooooo viel Schnee hat es derzeit im Skigebiet Jakobshorn (Talabfahrt ab Naturfreundehaus):


Freitag, 03. Februar 2012

Zürich, 3.2.2012, 9.15 Uhr, -10°

Freitag, 27. Januar 2012

FESPO 2012, Zürich – ein Gaudi!

It’s Fespo-time! Eigentlich wollte ich dieses Jahr passen und das Feld den sammelwütigen Rentnern überlassen, doch mein Ex-SMS-Nachrichtendienst-Kollege Adrian Haut, der die Medienarbeit für die Fespo macht, hat mich mit der Hoffnung auf einen Mojito geködert (sie war vergebens, so viel vorweg…).

Stattdessen testeten wir die (wirklich bequemen) Sessel von Car Rouge, der zur Eurobus-Flotte gehört, wählten auch gleich unseren Busfahrer des Vertrauens aus, ergatterten uns am Italien-Stand ein paar Salami-Rädli (Verkäufer: “Buono, no?”) und stürmten glückselig das Buffet des deutschen Fremdenverkehrsamtes, wo man uns einen leckeren Rosé-Prosecco servierte und – sehr wichtig – grosszügig nachschenkte:

Anschliessend liess es sich Adrian Haut nicht nehmen, mit dem flauschigen Kapitäns-Teddy zu kuscheln…

…während ich mir einen Gratis-Kaffee brühen liess (Hauptsache gratis):

Wir informierten uns über die neuen Helvetic-Flüge nach Mecklenburg-Vorpommern (wo ich im Sommer hin will), sprangen in einen Pool weisser Bälle, erkämpften uns einen Messe-Rabatt-Gutschein von Tui und eine praktische Umhängetasche von Helvetic Tours (für all die Kataloge)

…und prägten uns ein, welche Stände (im Bild derjenige des Gastlandes Costa Rica) die schönste Pflanzendekoration hatte, die wir am Ende der Fespo – wie das offenbar viele Messebesucher machen – abzustauben gedenken…!

Kurz: Es war ein Gaudi! Die Messe läuft noch bis Sonntagabend, 18 Uhr.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Restaurant Ascot, Zürich

Neulich war ich im Restaurant Ascot am Tessinerplatz in Zürich, das zum gleichnamigen Hotel gehört. Mir gefiel der old british style, der schon fast etwas antiquarisches ausstrahlte, aber auf gute Art. An der Decke dunkles Täfer, am Boden ein karierter Teppich – heaven! Endlich mal ein Ort in Zürich, an den kein Interior Designer Hand angelegt hat!

Obwohl man mir das berühmte Roastbeef vom Wagen ans Herz legte, wählte ich – als alter Club-Sandwich-Hase – das, genau, Club Sandwich! Es schmeckte hervorragend: Das Poulet war zart, der Toast knusprig und der Speck noch knuspriger. Nur das elegante Verspeisen nach britischer Art ging gründlich in die Hose – aber das ist man sich ja von Club Sandwiches gewohnt…!

Restaurant Ascot, Tessinerplatz 9, 8002 Zürich, Tel. 044 208 14 14, www.ascot.ch

Montag, 09. Januar 2012

Dieter Meiers “Atelier Bar”, Zürich

Früher gabs bei uns zu Hause zum Znacht immer “kalten Teller”. Will heissen: Brot, Käse, Aufschnitt, Joghurt – solche Sachen halt. Nun habe ich den perfekten “Kalten Teller”-Ort auch in Zürich gefunden, in der Atelier Bar, dem unkomplizierten, aber stilvollen Ableger von Dieter Meiers Bärengasse, gleich beim Paradeplatz. Dort wählt man aus zwischen verschiedenen Käsen und aufgeschnittenem Fleisch (der scharfe italienische Salami schmeckte vorzüglich), dazu gibts einen grossen Korb mit Brot. Alles zusammen bekommt man dort einen leichten, feinen Znacht für nicht einmal 20 Franken: eine Portion Fleisch für 8 Fr., eine Portion Käse für 6 Fr. plus ein Panaché für 5,50 Fr. Voilà!

Atelier Bar, Talacker 16, 8001 Zürich, Tel. 044 210 08 09, www.restaurant-baerengasse.ch

Dienstag, 03. Januar 2012

Grotto Antico, Bioggio, Ticino

Vergangene Woche war ich im Tessin. Während Zürich unterm Nebel schmorte, strahlte in Lugano die Sonne. Blauer Himmel, zehn Grad, es roch bereits nach Frühling – grande! Noch famoser wurde es, als wir im Grotto Antico in Bioggio (zehn Autominuten von Lugano entfernt) einkehrten. Erstens ist es ein unheimlich urchiges, hübsch eingerichtetes Lokal, das – zweitens – tolles Essen serviert. Ich probierte den erfrischenden Artischocken-Salat zur Vorspeise (siehe Bild), gefolgt von Scaloppine di vitello mit Steinpilzen und einem Risotto, wie es sein muss. Dazu zwei, drei Gläser guten Rotwein und zum Dessert ein Tiramisù, gemäss dem Koch das “beste Tiramisù der Schweiz” (stimmt fast – nur meines ist besser, kchkch…;-)))

Grotto Antico, Giuliano Raviscioni, Alfredo Marchini Gattoni, Via Cantonale, Bioggio, Tel. 091 605 12 39

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ein Wochenende in Pontresina

Jeeeehh, Pontresina! Jeeeehh, Berge! Jeeeeh, Schnee! Nur mit der Sonne haperte es ein bisschen…! Egal.

Wir stiegen stilgerecht im Hotel Saratz ab, eine schöne 4-Sterne-Unterkunft, welche die alten Gemäuer von 1875 elegant mit dem 21. Jahrhundert verbindet. In den Gängen schwebt genau die richtige Prise Vergangenheit, die man sich in einem traditionellen Kurort im Oberengadin wünscht.

Meine vier Highlights des Wochenendes:

1. Die Anreise. Mit der Rhätischen Bahn fährt man ab Tiefencastel auf der herrlichen Unesco-Welterbestrecke Albula/Bernina. Über unzählige Brücken und Landwasserviadukte und durch unheimliche Kehrtunnels – ein Erlebnis! Und die richtige Einstimmung für das Wochenende in Pontresina.

2. Die Sicht aus unserem Hotelzimmer auf die Berge. Pas mal, nicht? (Übrigens, auch die SP-Politikerin Jacqueline Fehr verfiel am vergangenen Wochenende dem Saratz – kein Gerücht, mit eigenen Augen gesehen, ich schwör!)

3. Der Ruheraum in der Spa-Anlage. Nachdem man nach dem Skitag seine durchfrorenen Glieder im (sehr schönen) Hamam ausgiebig aufgeheizt und mittels Heiss-Kalt-Bädern den Kreislauf aktiviert hat, ruht man sich auf den Liegestühlen aus, schmökert in einem der vielen Magazine, blickt auf die verschneiten Berge und nickt langsam weg…

4. Das Beste kommt zum Schluss! Mein absoluter Höhepunkt war die Gourmet-Küche von Valère Braun, einem fröhlichen Elsässer, serviert im wunderschönen Belle-Epoque-Restaurant (auch dieses mit Blick auf die Berge, aber nach 17 Uhr ist da leider nur die pechschwarze Nacht…). Valère Braun15 Gault Millau Punkte – verzückte mit einer überraschend leichten französischen Küche. Ganz gross: Das Jakobsmuscheln-Carpaccio auf einem Blumenkohlschaum. Aber auch das Dessert, ein Gedicht: ein Rotwein-Glacé kombiniert mit einem Champagner-Mousse – nicht zu süss, nicht zu schwer und deshalb genau richtig. We will be back, Valère!

Hotel Saratz, Via Da la Staziun 2, 7504 Pontresina, Tel. 081 839 40 00, www.saratz.ch, DZ (mit gigantischem Frühstücksbuffet) ab 280 Fr.

Montag, 07. November 2011

Taverne zum Schäfli, Wigoltingen TG: Zu Gast bei Wolfgang Kuchler

Der Thurgau wartet mit vielen guten Restaurants auf. Ein Lokal jedoch überragt sie alle: das Schäfli in Wigoltingen. Hier kocht Wolfgang Kuchler, seit über einem Vierteljahrhundert. Laut der Gourmetbibel „Gault Millau“ ist er „wohl der beste Alleinkoch der Schweiz“. Wolfgang Kuchler hat zwar 18 Punkte, aber keine Küchenbrigade. Einzig der Tamile Simi geht dem Solisten zur Hand. Deshalb gibt es im Schäfli immer „nur“ ein Menü (drei Gerichte: 110 Franken, Menu complet: 165 Franken). Das Menü schreibt Wolfgang Kuchler von Hand, jeden Abend neu.

In der liebevoll restaurierten Bauernstube aus dem 18. Jahrhundert haben maximal 30 Personen Platz – ein Besuch im Schäfli ist immer ein intimes Erlebnis. Nach einem Amuse Bouche (einem Parmesan-Schaum auf Ratatouille, der Lust auf mehr macht) beginnen wir mit einer Sashimi-Variation. „Wow!“, rufen wir, als Wolfgang Kuchler den Teller vor uns hinstellt. „Sagen Sie das erst, wenn Sie es probiert haben“, entgegnet er. Sashimi von Lachs, Ton und Jakobsmuschel, verfeinert mit Ingwer und einer Wasabi-Marinade. Dazu trinken wir einen wunderbar erfrischenden Sauvignon Blanc vom Schlossgut Bachtobel (pro Glas: 12 Franken), einem Weingut ganz in der Nähe.

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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Restaurant Mythos, Zürich

Für ein bisschen Griechenland-Feeling zu Hause empfehle ich das Restaurant Mythos am Stauffacher in Zürich. Ganz feine Pita mit Poulet, Pommes und all den giftigen Saucen, die dazu gehören. Küssen kann man nachher zwar nicht mehr – aber wer will schon küssen, wenn der Gaumen noch sehnsüchtig ans Mittagessen denkt?

Café Imbiss Mythos, Stauffacherstrasse 35, 8004 Zürich, Schweiz, Tel. 044 372 29 54

Hier gehts zu meiner Reportage über die Inseln Symi, Chalki und NyssirosGriechenland wie aus dem Bilderbuch.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

L’Atelier Gourmand (Didier de Courten), Sierre: Bestes Wild-Menü 2011!

Im kleinen (und übrigens ziemlich hübschen) Walliser Städtchen Sierre/Siders habe ich am Wochenende mein bestes Wild-Menü EVER genossen (und ich bin noch nicht einmal ein sonderlicher Wild-Fan…)! Keine Übertreibung! Und zwar im L’Atelier Gourmand bei Didier de Courten, Schweizer Koch des Jahres 2006, 19 Gault-Millau-Punkte, zwei Michelin-Sterne.

Vom Menü (86 Franken, ein mehr als fairer Preis) habe ich praktisch kein Wort verstanden, doch liess ich mich – es geschieht selten – von der französischen Sprache dermassen bezirzen, dass ich es tel quel (!) orderte:

Entrée:
Un pâté de chasse en croûte, chutney à l’orange et aux airelles, mayonnaise au parfum de truffes, et une glace aux baies de genièvre.

Deuxième entrée:
Des suprêmes de cailles aux coings confits et citron bergamote, risotto de pomme de terre et courge potimarron, et une réduction à la syrah.

Plat:
Des médaillons de biches en crumble de pins, jus de baies sauvages, pulpe de choux rouges à l’orange, poires aux épices, et des spätzli aux épinards dorés.

Dessert:
Un cheese cake chaud aux ananas et un soufflé aux pruneaux, crème double épicée, et un milk-shake aux saveurs d’orient.

Dazu schlürften wir einen herrlichen Petite Arvine sowie einen Syrah, beide aus Sierre (da soll noch einer sagen, Walliser Weine könne man bestenfalls zum Koch gebrauchen!).

Leider war ich nach dem Amuse bouche so hin und weg, dass ich vergessen habe, die weiteren Gänge zu fotografieren, pardon, je suis désolée! Nur so viel: Es schmeckte göttlich – die Terrine, die Wachtel, die Reh-Medaillons, die knusprig-luftigen Spinat-Spätzli, einfach ein Gedicht von A bis Z.

Dafür habe ich nach dem Schmaus, als ich an der kühlen Luft und wieder halbwegs bei Sinnen war, noch das Hôtel de Ville von Sierre fotografiert:

L’Atelier Gourmand, Didier de Courten, Rue du Bourg 1, Sierre VS, www.hotel-terminus.ch