Im kleinen (und übrigens ziemlich hübschen) Walliser Städtchen Sierre/Siders habe ich am Wochenende mein bestes Wild-Menü EVER genossen (und ich bin noch nicht einmal ein sonderlicher Wild-Fan…)! Keine Übertreibung! Und zwar im L’Atelier Gourmand bei Didier de Courten, Schweizer Koch des Jahres 2006, 19 Gault-Millau-Punkte, zwei Michelin-Sterne.

Vom Menü (86 Franken, ein mehr als fairer Preis) habe ich praktisch kein Wort verstanden, doch liess ich mich – es geschieht selten – von der französischen Sprache dermassen bezirzen, dass ich es tel quel (!) orderte:
Entrée:
Un pâté de chasse en croûte, chutney à l’orange et aux airelles, mayonnaise au parfum de truffes, et une glace aux baies de genièvre.
Deuxième entrée:
Des suprêmes de cailles aux coings confits et citron bergamote, risotto de pomme de terre et courge potimarron, et une réduction à la syrah.
Plat:
Des médaillons de biches en crumble de pins, jus de baies sauvages, pulpe de choux rouges à l’orange, poires aux épices, et des spätzli aux épinards dorés.
Dessert:
Un cheese cake chaud aux ananas et un soufflé aux pruneaux, crème double épicée, et un milk-shake aux saveurs d’orient.
Dazu schlürften wir einen herrlichen Petite Arvine sowie einen Syrah, beide aus Sierre (da soll noch einer sagen, Walliser Weine könne man bestenfalls zum Koch gebrauchen!).

Leider war ich nach dem Amuse bouche so hin und weg, dass ich vergessen habe, die weiteren Gänge zu fotografieren, pardon, je suis désolée! Nur so viel: Es schmeckte göttlich – die Terrine, die Wachtel, die Reh-Medaillons, die knusprig-luftigen Spinat-Spätzli, einfach ein Gedicht von A bis Z.
Dafür habe ich nach dem Schmaus, als ich an der kühlen Luft und wieder halbwegs bei Sinnen war, noch das Hôtel de Ville von Sierre fotografiert:

L’Atelier Gourmand, Didier de Courten, Rue du Bourg 1, Sierre VS, www.hotel-terminus.ch