Archiv für die Kategorie ‘Big City Life’

Montag, 20. Februar 2012

Dreimal schlemmen in São Paulo

São Paulo ist eine absolute Schlemmerstadt! Für eine gute Pizza (gut für südamerikanische Massstäbe…;-)) empfehle ich das verwinkelte Lokal Santa Pizza im trendigen Viertel Vila Madalena. Überall brennen Kerzen, überall öffnet sich ein neuer Raum – es ist so richtig kitschig-romantisch. Aber die Pizza mit schrägen Kombinationen (Ananas-Gorgonzola, zum Beispiel) schmeckt.

Wer das Spektakuläre sucht, sollte im Hotel Unique vorbei schauen (als wir dort waren, döste übrigens gerade Britney Spears in einem der Zimmer…). Auf dem Dach des superteuren Luxushotels, das aussieht wie ein riesiges Schiff mit vielen Bullaugen, kühlt man die heissen Füsse im Pool, erhält das Bohemia-Bier in einem eigenen Kühlkübelchen und isst ein brasilianisches Steak oder hausgemachte Gnocchi an einer Spinat-Champagner-Rahm-Sauce mit einem pochierten Ei. Schick, edel, teuer!

Mein absoluter Favorit jedoch ist das  Tordesilhas in der Nähe der berühmten Avenida Paulista. Ein intimes Lokal, das Gerichte auf den Tisch bringt, von denen man noch nie gehört, geschweige denn je geschmeckt hat. Es verbindet unsere modernen Gastro-Ansprüche mit der traditionellen brasilianischen Küche, mit Produkten aus dem Amazonas-Gebiet wie Jambu, Tucupi, Maniok und anderen Dingen, von denen wir den Namen längst wieder vergessen haben. Kurz: Ein gewaltiges Gaumenerlebnis!

Montag, 13. Februar 2012

Sailors Thai, The Rocks, Sydney

Der Sailors Thai im Viertel The Rocks, bei der Bucht Sydney Cove, ist definitiv nicht der günstigste Thai, den man finden kann in der Metropole. Dennoch würde ich sofort wieder hingehen – und zwar wegen dem Austernteller. Die Austern kommen hier mit Chili, Koriander, Galangal-Sauce und hauchdünnen frittierten Zwiebeln. Zugegeben, mit Purismus hat das nichts mehr zu tun, der Bretone würde sich wohl angewidert abwenden. Ich hingegen bin dieser Mischung hoffnungslos verfallen…! Here you go, zum Anschauen:

P.S. Im Übrigen war auch der Rest der Speisekarte – wie gesagt, nicht günstig, aber – ein Traum. Das “rich coconut curry” mit Crevetten zum Beispiel: SCHAAARF, aber lecker!

Montag, 06. Februar 2012

Lan Zhou La Mian, Chinatown, Singapur

Chinatown in Singapur ist ein Paradies für authentische chinesische Küche – 75 Prozent der Bevölkerung Singapurs sind Chinesen. Nur: Mit der chinesischen Küche ist es so eine Sache – ich mag es nämlich nicht, wenn man nicht weiss, von welchem Tier all die Knochen (iiiik!) in der Suppe stammen und es bei jedem Bissen knirscht…!

In Chinatown in Singapur haben wir jedoch einen unglaublich leckeren Chinesen entdeckt: Lan Zhou La Mian. Er ist spezialisiert auf hausgemachte Nudeln (kunstvoll durch die Luft geschwungen – dazu hier ein lustiges Video) – und diese schmecken wirklich hervorragend (im Bild: Nudeln mit Gemüse)! Dazu trinkt man eine frische Limonade und isst gebackenen Tofu (ebenfalls eine Spezialität). Man man qi (en Guete)!

Lan Zhou La Mian, 19 Smith Street, Chinatown, Singapur

Freitag, 03. Februar 2012

Zürich, 3.2.2012, 9.15 Uhr, -10°

Montag, 30. Januar 2012

Drei Dinge, die man in Kapstadt tun muss

Erstens, übernachten Sie im wunderhübschen Guesthouse Cape Standard im ruhigen (und sicheren) Viertel Green Point. Von hier gelangt man zu Fuss ans Meer, zum berühmten neuen Fussball-Stadion oder auch zur Waterfront-Shoppingmall. Das Guesthouse ist gemütlich und entspannt, mit einer kleinen Veranda und sogar einem Pool. Jeden Morgen brutzelt einem James frische Spiegeleier - sowieso sind alle Angestellten superfreundlich.

Zweitens, verschlingen Sie einen dieser fetten Burger in der Royale Eatery an der Long Street im Zentrum Kapstadts. Die Burger-Liste ist unendlich lang (über 50 Gourmet-Burger!) – und schmecken tun sie alle!

Drittens, entspannen Sie sich auf dem historischen Weingut Groot Constantia. Man erreicht es ganz einfach mit einem dieser Hop-on-hop-off-Bussen. Hier schlürft man dann einen erfrischenden Sauvignon Blanc, blickt auf die Weinberge und legt die Beine in die Sonne. Nice!

Freitag, 27. Januar 2012

FESPO 2012, Zürich – ein Gaudi!

It’s Fespo-time! Eigentlich wollte ich dieses Jahr passen und das Feld den sammelwütigen Rentnern überlassen, doch mein Ex-SMS-Nachrichtendienst-Kollege Adrian Haut, der die Medienarbeit für die Fespo macht, hat mich mit der Hoffnung auf einen Mojito geködert (sie war vergebens, so viel vorweg…).

Stattdessen testeten wir die (wirklich bequemen) Sessel von Car Rouge, der zur Eurobus-Flotte gehört, wählten auch gleich unseren Busfahrer des Vertrauens aus, ergatterten uns am Italien-Stand ein paar Salami-Rädli (Verkäufer: “Buono, no?”) und stürmten glückselig das Buffet des deutschen Fremdenverkehrsamtes, wo man uns einen leckeren Rosé-Prosecco servierte und – sehr wichtig – grosszügig nachschenkte:

Anschliessend liess es sich Adrian Haut nicht nehmen, mit dem flauschigen Kapitäns-Teddy zu kuscheln…

…während ich mir einen Gratis-Kaffee brühen liess (Hauptsache gratis):

Wir informierten uns über die neuen Helvetic-Flüge nach Mecklenburg-Vorpommern (wo ich im Sommer hin will), sprangen in einen Pool weisser Bälle, erkämpften uns einen Messe-Rabatt-Gutschein von Tui und eine praktische Umhängetasche von Helvetic Tours (für all die Kataloge)

…und prägten uns ein, welche Stände (im Bild derjenige des Gastlandes Costa Rica) die schönste Pflanzendekoration hatte, die wir am Ende der Fespo – wie das offenbar viele Messebesucher machen – abzustauben gedenken…!

Kurz: Es war ein Gaudi! Die Messe läuft noch bis Sonntagabend, 18 Uhr.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Canal Café, Kagurazaka, Tokio

Wer hätte gedacht, dass Tokio ein romantisches Fluss-Café besitzt! Kleine Boote liegen vertäut am Ufer, auf der anderen Seite des Kanals rattert der Zug vorbei, dicke Karpfen strecken ihre Mäuler aus dem Wasser. Eine Prise Wohltat mitten im irren Tokio. Sowieso ist Kagurazaka – speziell die Kagurazaka Slope – ein hübsches Viertel mit kleinen Häusern und vielen Restaurants – man fühlt sich fast wie in Kyoto. Das Quartier strahlt den Charme der Vorkriegs-Heydays aus. In der späten Meiji-Zeit war es ein Ort der Geishas, heute ist es eine trendige Gegend für Dinners.

Canal Café, Kagurazaka (Iidibashi-Station, gleich beim U-Bahn-Ausgang B2A), www.canalcafe.jp

Montag, 23. Januar 2012

Gesehen in São Paulo

Die Paulistanos, ein sympathisches Völkchen!

Mittwoch, 18. Januar 2012

Restaurant Ascot, Zürich

Neulich war ich im Restaurant Ascot am Tessinerplatz in Zürich, das zum gleichnamigen Hotel gehört. Mir gefiel der old british style, der schon fast etwas antiquarisches ausstrahlte, aber auf gute Art. An der Decke dunkles Täfer, am Boden ein karierter Teppich – heaven! Endlich mal ein Ort in Zürich, an den kein Interior Designer Hand angelegt hat!

Obwohl man mir das berühmte Roastbeef vom Wagen ans Herz legte, wählte ich – als alter Club-Sandwich-Hase – das, genau, Club Sandwich! Es schmeckte hervorragend: Das Poulet war zart, der Toast knusprig und der Speck noch knuspriger. Nur das elegante Verspeisen nach britischer Art ging gründlich in die Hose – aber das ist man sich ja von Club Sandwiches gewohnt…!

Restaurant Ascot, Tessinerplatz 9, 8002 Zürich, Tel. 044 208 14 14, www.ascot.ch

Mittwoch, 11. Januar 2012

Izakaya Shirube, Shimokita, Tokio

Das Shirube im hübschen Viertel Shimokitazawa (zehn Zugminuten von Shinjuku entfernt) ist ein typisches Izakaya, ein japanisches Pub. Unkompliziert, günstig, immer mit viel Alkohol – und daher beliebt bei allen, welche die steife Geziertheit der Kaizeki-Lokale nicht mehr ertragen können. Man wird lauthals begrüsst von jungen Typen in weissen Schürzen, man zieht die Schuhe aus (äääk, Käsefüsse), setzt sich auf den Boden und steckt die Beine in ein Loch unter dem Tisch. Ein Kellner spritzt einem etwas Desinfektionsmittel in die Hände. Wir bestellen die Spezialität: ein Makrelen-Sashimi, das direkt am Tisch – showgerecht – mit einem Bunsenbrenner gegrillt wird. Es folgen unzählige kleine Tellerchen mit in Soja geschmortem Rettich, butterzartem Schweinefleisch und zum Dessert das berühmte Annin-dofu, eine Art Pudding mit Amaretto-Geschmack. I LIKE!

Shirube, Shimokitazawa (hier gehts zur genauen Adresse resp. einer Karte, die genau anzeigt, wo das Izakaya liegt).