Archiv für die Kategorie ‘Big City Life’

Montag, 02. April 2012

At.mosphere at Burj Khalifa, Dubai

Der Burj Khalifa, mit seinen 830 Metern das höchste Gebäude der Welt, piekst den Himmel von Dubai wie eine umgekehrte Stecknadel. Natürlich musste ich dort hin. Wir hatten reserviert im At.mosphere Restaurant im 122. Stock, mit 441,3 Metern das höchste Restaurant der Welt. Wir hatten nach der Reservation den Dresscode per Mail zugeschickt bekommen: keine Flipflops, keine Shorts, keine Shirts mit farbigen, auffälligen Prints. Pfft…!

Der Eingang ist im Armani Hotel, wo die Angestellten einen auf furchtbar wichtig und seriös machen (ansonsten aber sehr nett und hilfsbereit sind). Endlich angekommen im 122. Stock sieht man, was Dubai wirklich ist: ein paar graue Hochhäuser inmitten der – Wüste. Ziemlich abgefahren.

So auch das Menü: Auf der Karte des At.mosphere stehen weder Humus noch Mezes, dafür ein Tenderloin aus Australien und Foie Gras aus Paris. Der Endivie-Salat wird wie ein Kunstwerk serviert, und wem das nicht genügt, wartet bis zum Dessert, der mit Blattgold verziert ist. 1400 Dirham kostete unser Lunch für zwei Personen, umgerechnet 350 Franken. Ohne Alkohol. Over the top – aber das gehört hier wohl zum Konzept.

Mittwoch, 28. März 2012

Banespa-Gebäude, São Paulo

São Paulo ist keine liebliche Person. Sie ist laut, dreckig, ziemlich geladen und teilweise auch ziemlich ungehobelt. Und: In São Paulo ist es schlicht nicht möglich ist, sich in dem üblichen touristischen Wattekokon zu bewegen. Wir haben nicht einmal einen dieser roten Sightseeing-Doppeldeckerbusse gesehen (obwohl ich die ansonsten, ich gebe es zu, äusserst gern mag)! Auch auf dem Banespa-Gebäude (Eintritt gratis), von dem man den beinahe unendlichen, grauen Teppich aus Hochhäusern überblickt, waren wir die einzigen Touristen. Neben vier Geschäftsleuten.

Montag, 26. März 2012

Velotour durch den Bangkok Jungle

In Bangkok fuhren wir Velo. Durch den Dschungel. Die geführte Bangkok Jungle Velotour wurde gleich zweifach interpretiert: Einmal kurvt man durch engste Gassen, fährt den Leuten praktisch durch das Wohnzimmer, trägt das Velo über lottrige Holzbrücken, während einem die Menschen “Farang, farang!” nachrufen.

Danach setzt man über den Chao Phraya Fluss – und landet im grünen Dschungel. Eine Wasserlandschaft, man fährt auf schmalen Stegen, vorbei an grossen goldenen Buddhas, winzigen Holzhäusern und Menschen in Hängematten. Nur die Skyline in der Ferne – darunter die goldene Kuppel des Lebua Towers – verweist auf die Zivilisation. Tolle Sache!


SpiceRoads Cycle Tours, www.spiceroads.com: Jungle Tour, ca. 4 Stunden, 1000 Baht (= ca. 30 Fr.)

Sonntag, 25. März 2012

Gesehen in Hackney Wick, London

Britischer Humor at its best! Gesehen im Restaurant der Lachsräucherei H. Forman & Son, die gleich gegenüber des Olympischen Parks liegt.

Hier gehts zu meiner Reportage “Goldmedaille für Hackney”die heute in der SonntagsZeitung erschienen ist!

Mittwoch, 21. März 2012

Rapsodia, Palermo, Buenos Aires

Der Kleiderladen Rapsodia im Viertel Palermo Viejo (eigentlich eine Kette, die auf die ganze Stadt verteilt ist) vereint alle Eigenschaften von Buenos Aires: Schönheit, Sinnlichkeit, Entspanntheit, aber auch Ineffizienz (wer zahlen will, muss geduldig sein). Man findet tolle Accessoires, aber auch wunderschöne, tragbare Every-day-Sommerkleider (danke fürs Überreden, Ornella Cacace!)

Rapsodia, Honduras 4872, Palermo Viejo, Buenos Aires

Montag, 12. März 2012

Cut by Wolfgang Puck, Singapur

Ich bin ja ein bekennender Fan von Wolfgang Puck. Ich ass schon in Washington D.C. in seinem Restaurant The Source, gleich neben dem genialen Newseum. Und auch im 24. Stock des Ritz-Carlton Hotels in Downtown Los Angeles, im WP24. Wolfgang Puck, 62 Jahre alt, hat die Fusion-Küche nach Kalifornien gebracht, vor 35 Jahren. Als einer der ersten warf er Zutaten der asiatischen wie der amerikanischen Küche in dieselbe Pfanne und kreierte damit die “California Cuisine”. Wolfgang Puck – nach Arnold Schwarzenegger der berühmteste Exil-Österreicher Amerikas – gilt als “Bauch Hollywoods”: Er wurde in den 80ern berühmt mit dem “Spago” in Beverly Hills, heute noch lieben es Tom Cruise oder Sidney Poitier, und seit 16 Jahren kocht “WP” auch das Oscar-Menü.

Es war also für mich nur logisch, dass ich auch in Singapur im Restaurant Cut by Wolfgang Puck vorbei schauen würde – es liegt in der Mall des Marina Bay Sands, wo wir übernachtet haben. Das Lokal ist ziemlich dunkel, ziemlich teuer – aber der Hit! Das Fleisch war zart wie Butter und hatte einen herrlich-nussigen Geschmack. Wovon ich aber immer noch träume: die Marksuppe zur Vorspeise. GRANDE!

Montag, 05. März 2012

Brasserie Lipp, Zürich

Neulich war ich in der Brasserie Lipp in Zürich, die, so finde ich, viel schickere Version als das Original in Paris. Vier Dinge, die mir gefallen haben:

1. Der Kellner. Er sah aus wie Nicolas Sarkozy! Peut-être sein Cousin?

2. Das Deckengemälde. Schnell wurde klar, warum alle Männer dauernd nach oben schauen…!

3. Choucroute à la mer. Will heissen: Sauerkraut (wunderbar crèmig, übrigens!) mit Fisch, Muscheln und Scampi (die Austern verdrückt man ja zur Vorspeise…)!

4. Die Profiteroles, zubereitet für einmal mit Schokoladenglacé, weil das Vanilleglacé zu fest gefroren war. Tant mieux!

Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9,  8001 Zürich, Tel. 043 888 66 66, www.brasserie-lipp.ch

Mittwoch, 29. Februar 2012

Ugi’s Pizza, Buenos Aires

Eine Take-Away-Institution, die man an verschiedenen Orten in Buenos Aires findet. Sehr günstig, sehr beliebt, gute Pizza (natürlich kann man sie NIE vergleichen mit den Pizze von Neapel, auch wenn die Argentinier davon überzeugt sind, dass sie die beste Pizza auf Erden auf den Tisch bringen…). Sie kostet acht Pesos, 1,60 Franken.

Ugi’s Pizza, zum Beispiel an der Suipacha 602 (Ecke Tucumán) im Microcentro.

Sonntag, 26. Februar 2012

Johannesburg calling!

Heute in der SonntagsZeitung: “Aufbruch aus der Anarchie” – meine Reportage über Johannesburg aka Joburg aka Jozi! BIG LOVE!

Freitag, 24. Februar 2012

Tokio in der aktuellen “annabelle”

Soeben ist meine Reise-Reportage über Tokio in der “annabelle” erschienen – coole Sache!

Hier noch ein kleines Süpplement: ein Foto aus einem dieser Automaten in Tokio, wo man sich zu zweit in die grosse Kabine stellt. Der Automat gibt dann unzählige Posen vor, die man nachahmen muss, sei es der Kapitänsgruss oder eine nachdenkliche Ich-halte-mir-die-Hand-ans-Kinn-Pose. Automatisch werden die Augen vergrössert, der Teint geglättet, die Lippen glänzend gemacht. Damit nicht genug: Anschliessend zeichnet man am Computer Herzchen und Blümchen auf die Fotos – ein Gaudi!

Hier nochmals meine liebsten Tipps aufgelistet:

Essen/Trinken:

- Sora-Noniwa, 4-17 Sakuragaoko-cho, Shibuya: Tofu-Freunde finden hier das Paradies auf Erden.
- Canal Café, Kagurazaka (Iidibashi-Station, gleich beim U-Bahn-Ausgang B2A): Wer hätte gedacht, dass Tokyo ein Fluss-Café besitzt! Kleine Boote liegen vertäut am Ufer, Krapfen stecken ihre Mäuler aus dem Wasser.
Shirube Izakaya, 2-18-2: Gutes Pub in Shimokitazawa.
- Shot Bar Zoetrope, 3. Stock, Gaia Building #4, 7-10-14 Nishi Shinjuku: Whisky und Stummfilme.
- Bear Pond Espresso, 2-36-12: Cooles Café in Shimokita.

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