Archiv für die Kategorie ‘Wanderungen’

Sonntag, 18. März 2012

FKK-Terror in den Dünen

In Maspalomas auf Gran Canaria gibt es diese wunderbaren Sanddünen. Sechs Kilometer lang, zwei Kilometer breit. Vom Strand stapft man direkt in die Mini-Sahara, fühlt sich wie in tausendundeiner Nacht. Que lindo! Die Dünen von Maspalomas zählen zu den grössten Sehenswürdigkeiten der Insel, sie sind Sinnbild für die Extreme auf diesem Miniaturkontinent. Eine Wanderung durch die exotische Gegend ist – das sagt jeder Reiseführer – ein Muss.

Da fand ich es doch bemerkenswert, dass uns in dieser Sehenswürdigkeit hinter jedem Sandhügel ein nackter Hintern entgegenlachte. Das viel zitierte Must-see? Bereits am Strand begegnet man den Blüttlern – aber dort ist es eine klar deklarierte FKK-Zone, die man meiden kann (allerdings läuft man beim Strandspaziergang von Maspalomas nach Playa del Inglés unweigerlich durch die Volleyball spielenden Nudisten hindurch – ein herrliches Bild).

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Donnerstag, 14. Juli 2011

Wandertipp: Schoggi-Chäs-Route

Eine schöne Wanderung in einer Gegend, die mir absolut unbekannt war. Man fährt mit dem Zug bis Fribourg, von dort mit dem Poschti bis Bulle und nochmals mit dem Bus bis Charmey (ab Zürich dauert der Spass etwa 2,5 Stunden). Dann erst geht es los, alles dem “Chemin de Gruyère” – inoffiziell auch: Schoggi-Chäs-Route – entlang in Richtung Gruyère.

Die Route ist eine der 12 Wanderungen, welche Schweiz Tourismus im vergangenen Jahr des Wanderns zusammengestellt hat. Es ist eine gemütliche Genuss-Route, die man mit Kindern und ohne Stopps in etwa drei Stunden erwandern kann. Dabei ist sie jedoch ziemlich spektakulär: Hängebrücken, Schluchten, sogar dunkle Tunnels gilt es zu durchqueren!

Am Schluss der Wanderung landet man im wunderhübschen Dörfchen Gruyère (wo übrigens auch das gruselige H.R. Giger Museum liegt). Dort gönnt man sich zur Belohnung ein feines Fondue Moité Moité – natürlich mit anschliessenden Framboises inkl. Meringue und der berühmten Greyerzer Double crème.

Die Wanderung kann man als praktische iPhone-App (genannt: Swiss Hike) herunterladen – damit man sich garantiert nicht verirrt…!

Mittwoch, 09. März 2011

Die besten Schweizer Bergbeizen (mit Extra-Tipp: Munggä Hüttä in Elm)

Bevors Frühling wird (jeeeehhh…) nochmals ab in die Berge. Hier eine Zusammenstellung der schönsten Bergbeizen, die ich diesen Winter besucht habe. Unvergessen bleiben:

- Das Refuge l’Espace auf dem Glacier 3000, die wohl coolste Bergbeiz überhaupt! (Auf dem Gletscher kann man übrigens auch im Sommer wandern!)
- Das feine Bündner Plättli im Fuxägufer auf dem Davoser Jakobshorn
- Die Alpetta Bar im Skigebiet von Scuol, mit Latte Macchiato und Kürbissuppe

Und hier noch ein letztes Schmankerl, brandheiss und bereits sulzig: Die Munggä Hüttä in Elm. Eine schöne Wanderung führt von der Bergstation Ämpächli (steil) nach oben ins Skigebiet und direkt zur Hütte, Dauer etwa zwei Stunden. Dort wird man mit Liegestühlen an der Sonne, einer tollen Aussicht, einem kühlen Elmer-Citro und feinen Älpler Magronen belohnt. La vita è bella!

Mittwoch, 06. Oktober 2010

Wandertipp: Zürcher Panoramaweg

Am Wochenende ging ich wieder mal an die frische Luft, und zwar auf den Zürcher Panoramaweg. Eine wunderbare Wanderroute für Städter – der Start befindet sich nämlich direkt bei der Endstation des Trams Nr. 11 (Rehalp). Von dort folgt man immer dem gelben Wegweiser “Panoramaweg”, der mehr oder weniger parallel zum Zürichsee nach Rapperswil führt. Muy simple!

Dabei hat man nicht nur immer wieder eine grandiose Sicht auf den Zürichsee

…sondern man entdeckt zum Beispiel auch dies:

Einen solchen RIESENEUTER habe ich minerläbtig noch nie gesehen – und ich bin immerhin im Thurgau aufgewachsen…! Um den Schreck zu vergessen, musste ich mir gleich ein feines Kotelett (für 13 Franken) im Restaurant Alpenblick in Toggwil (Tel. 044 923 04 02) gönnen (Achtung, um dorthin zu gelangen, muss man etwa auf Höhe Wetzwil/Herrliberg den Panoramaweg in Richtung Toggwil verlassen, sonst kommt man an diesem urgemütlichen Bijou nicht vorbei!). Die Wanderung von Zürich bis Toggwil dauert maximal drei Stunden.

Von der Beiz geht es dann etwa 30 Minuten durchs wildromantische Meilemer Tobel – wahrscheinlich das schönste Tobel der Schweiz! – nach Meilen an den Zürichsee runter. Von dort per Zug, Bus oder Schiff zurück nach Zürich.

Mittwoch, 01. September 2010

Jurahöhenweg: Von Dielsdorf nach Baden

Der Jurahöhenweg von Dielsdorf nach Baden (der ganze Höhenweg ginge bis Genf, in 16 Etappen) ist eine perfekte Sonntagswanderung. Einerseits nicht so überlaufen, sprich auch etwas anstrengender als etwa die Wanderung vom Uetliberg auf die Felsenegg. Andererseits ist die Anreise sehr kurz, ab Zürich ist man in 20 Minuten in Dielsdorf. Die Wanderung ist – typisch Schweiz – sehr gut ausgeschildert, man muss einfach der grünen Fünf (für Jurahöhenweg) folgen. Sogar ich habe mich nicht verlaufen…!

Von Dielsdorf geht es zuerst steil bergauf bis nach Regensberg, einem hübschen Dörfchen (wo man bei Bedarf bereits das erste Mal einkehren kann). Dann weiter über Felder und Wiesen und schliesslich auf einem schmalen Gratweg über die Lägeren, einen Höhenzug, von dem man eine tolle Aussicht auf das Mittelland hat:

Dabei passiert man auch die Hochwacht, von wo aus der ganze Schweizer Flugverkehr überwacht wird:

Belohnt wird man nach etwa 3,5 bis 4 Stunden wackeln und stolpern schliesslich mit einem feinen Plättli im Restaurant Schloss Schartenfels hoch über Baden. Ein gemütlicher Ort mit fröhlichen Angestellten und gutem Essen. Von dort runter bis zum Bahnhof (durchs hübsche Altstädtchen) und dann ist man schon wieder in Zürich. Müde und glücklich.

Montag, 23. August 2010

Nur für Schwindelfreie: Eine Wanderung von Gaflei durch den Fürstensteig

Am Wochenende war ein Traumwetterli! Und was macht Frau Rigutto, wenn dieser Fall eintrifft? Genau, sie wackelt zum Schwitzen in die Berge! Dieses Mal: Nach Liechtenstein. Auf diesen Berg hier:

Nüme nüt, sagt der Laie und hat recht: Der Aufstieg durch den Fürstensteig ist nicht ohne - und vor allem ist er nichts für Leute mit Höhenangst! Wir mussten der Organisatorin (danke, Carla!) im Vorfeld versichern, dass wir schwindelfrei sind – aber auf dem Weg durchs Felsmassiv nach oben waren die meisten plötzlich nicht mehr so sicher… Es geht durchs Geröll, auf schmalen in den Fels gehauenen Wegen (zum Glück gabs da Seile zum Festhalten), plötzlich rutscht unter den Füssen wieder ein Stein ins Tal hinunter – stolpern sollte man hier wirklich nicht. Die folgende, iphone-mässig festgehaltene Warnung (bevor es richtig los geht) ist durchaus berechtigt (man beachte auch die nicht wirklich wandertaugliche Umhängetasche…):

Oben angekommen hat man sich dann die durchgeschüttelte Büchse Rich Prosecco (danke, Paris!) wirklich verdient! Das Panorama mit dem Blick aufs Rheintal gibts gratis dazu.

Mein persönliches Highlight folgte schliesslich auf dem Abstieg zur Bärgällä-Alp: Da findet man nämlich die improvisierte Bergbeiz Zum fröhlichen Schwein auf etwa 1600 Metern (na ja, es war keine richtige Beiz, mehr so eine Hütte, die ein paar Tische und Bänke rausgestellt hat). Nicht nur gibt es da lustige Wirte in sehr kurzen Hosen (Hotpants-Alarm wie im Hooters), sondern auch ein Panaché für 3 Franken!

Anreise: Von Vaduz in Richtung Malbun fahren (es gibt auch einen Bus) bis Gaflei, dort parkieren und losmarschieren zum Fürstensteig. Nach dem Fürstensteig geht es links über einen schönen Gratweg zu den Drei Schwestern (den man oben auf dem Panorama-Bild sieht), wir gingen aber rechts weiter und erklommen den Alpspitz auf 1944 Meter über Meer (und trugen uns selbstverständlich ins Gipfelbuch ein). Von dort geht es dann wieder runter in Richtung Gaflei, bis man die lustige Bergbeiz passiert, kurz bevor man wieder auf dem Parkplatz steht. Hier die Wanderkarte.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Eiger, Mönch und Jungfrau: Klettern auf den Lobhörnern

Kürzlich machte ich eine “Alpine Klettertour” im Berner Oberland, und zwar über die Lobhörner, einer Zackengruppe auf über 2500 Metern. Das Tolle an den Lobhörnern:

- auch blutige Anfänger (= ich) schaffen es über den Felsen
- das Panorama ist gigantisch – man hat die ganze Zeit Eiger, Mönch und Jungfrau im Blick
- eine schöne, zweistündige Wanderung führt zu den Felsen, vorbei an Seeli und Chüeli
- das ganze ist eine Tagestour – sprich man muss nicht in einer Berghütte mit schnarchenden Typen übernachten

Ich war unterwegs mit einer grossartigen Bergführerin, Annina Reber. Sie ist eine von nur 24 Bergführerinnen in der Schweiz. Obwohl ich vorher noch nie (NIE) auf irgendeinen Felsen gekraxelt bin, fühlte ich mich mit ihr sehr sicher. Sie ist aber nicht nur hochprofessionell, sondern auch eine witzige, charmante, fröhliche Person.

Die Lobhörner (tatsächlich bin ich über die “Zipfelmütze” (siehe Pfeil) geklettert):

Hier gings hoch (nicht schlecht, Frau Rigutto…):

Annina Reber mit Mr. Eiger, Herrn Mönch und La Virgen:

So kommt man zu den Lobhörnern: Mit dem Zug via Bern und Interlaken nach Lauterbrunnen, weiter mit dem Postauto nach Isenfluh, dann mit der Mini-Seilbahn bis Sulwald und weiter zu Fuss.

Annina Reber kann man buchen unter www.bergfuehrerin.ch

Montag, 31. Mai 2010

Polentahütte im Val di Campo

Die Wandersaison hat langsam aber sicher begonnen, jeeeh! Eine meiner schönsten und urchigsten Schweizer Wanderungen habe ich im Puschlav erlebt, auf einer Route durchs Val di Campo über die italienische Grenze in die Polentahütte, offiziell Rifugio Viola (www.valviola.it). Dort wird die Polenta im grossen Holzherd angerührt, in Holzschüsseln und mit Holzkelle serviert. Dazu gibts feines Voressen, leckeren italienischen Käse, eine Literflasche roten Hauswein, klares Bergwasser, heissen Kaffee und scharfen Grappa zur Verdauung. Und das alles zu einem Spottpreis von – wenn ich mich recht erinnere – etwa zwölf Euro. Die Besitzer der Polentahütte sind ein älteres, verhutzeltes, sehr liebenswürdiges Pärchen. In welcher Sprache die beiden palaverten, ist noch nicht eindeutig geklärt, der Glühwein jedoch, den sie uns auf den Nachhauseweg mitgegeben haben, war aber eindeutig sehr alkoholisch.

Mühsam an der ganzen Sache ist lediglich die lange Anreise ins Puschlav – idealerweise plant man deshalb für den Besuch der Polentahütte ein Wochenende ein, obwohl die eigentliche Marschzeit über den Violapass nur zwei bis drei Stunden dauert. Und so gehts: Auf der Südseite des Berninapasses fährt man Richtung Poschiavo, nach La Rösa zweigt das Val di Campo ab. Dort gibt es einen Parkplatz und keine Alternative (Fahrverbot). Um nicht direkt über den Violapass zur Polentahütte wandern zu müssen, steht auf 2070 Metern das Rifugio Ristorante Alpe Campo (www.valdicampo.ch), in dem wir übernachtet haben (DZ mit HP ab 69 Franken/Person). Vom Parkplatz hierher wandert man etwa zwei Stunden. Anderntags gehts hinauf zum Violapass auf 2432 Metern, vorbei an Gämsen und tiefblauen Seen. Kurz nach dem Grenzübertritt befindet sich dann die Polentahütte – che bello!

Hier der Blick vom Violapass runter ins Val di Campo:

Wer den Aufenthalt verlängern möchte, kann einen Zwischenstopp im wunderhübschen Agriturismo Stazione della Posta La Rösa einlegen, das dieses Jahr wieder eröffnet wird (DZ ab 125 Franken/Person, www.larosa.ch).

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Montag, 26. April 2010

Gratwanderung auf dem Stoos

Die Gratwanderung auf dem Stoos ist ein Evergreen, eine der schönsten und berühmtesten (daher auch etwas überlaufenen) Wanderungen der Schweiz – das Panorama von dort oben ist schlicht gigantisch. Es ist eine relativ einfache, nicht allzu anstrengende Wanderung, praktisch ohne Höhenmeter. Ideal also für untrainierte Städter, die am Sonntag etwas frische Luft geniessen wollen und auf dem Sessellift hoch zum Klingenstock bereits die erste Büchse Prosecco auspacken. Von dort spaziert man dann auf dem Grat bis zum Restaurant Fronalpstock, wo Älpler Magronen und ein kühles Bierchen warten. Grosses Kino.

Fotos: Sandra Hänni, www.massandra.ch

fos zur Wanderung: www.stoss.ch

Ideen für tolle Wanderungen findet man auch bei Schweiz Tourismus, die 2010 zum “Jahr des Wanderns” erklärt haben. Auf www.myswitzerland.com/wandern oder auf dem iPhone-App “Swiss Hike” werden 32 “Genuss-Wanderungen” vorgestellt, best of Switzerland, sozusagen.

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Dienstag, 13. April 2010

Creux-du-Van: Der Grand Canyon der Schweiz

Für ein bisschen Grand-Canyon-Feeling muss man sich nicht ins Flugzeug setzen – eine Autofahrt ins Absinth-Mekka Val-de-Travers zum Creux-du-Van (Achtung, Bindestrich-Hysterie…) reicht völlig. Laut Mr. Wikipedia ist der Felskessel vier Kilometer lang, 1200 Meter breit und etwa 500 Meter tief. Am Rand fallen die Felswände 160 Meter senkrecht ab – ich kann das nicht bestätigen, ich weiss nur: Es war sehr tief!

Wir liefen entlang der Kantonsgrenze Vaud-Neuchâtel, mit grandiosem Blick auf den Neuenburgersee, bis wir schliesslich zum Felskessel gelangten und tausend iPhone-Fotos knipsten. Nachher genehmigten wir uns in der Ferme du Soliat (dort kann man man auch mit dem Auto hinfahren, aber das ist etwas für Loser…) einen Tomme mit B&B (Bürli und Bier). Switzerland at its best!

http://www.switzerland.com/de/offer-Top_Attractions-Nature-8751.html
http://www.neuchateltourisme.ch/

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