Mit ‘Argentinien’ getaggte Artikel

Donnerstag, 19. Januar 2012

Swiss Media Award für “¡Un beso, Baires!”

Grandiose News! Für meine Buenos-Aires-Reportage, die am 29. September 2011 in der annabelle erschienen ist, habe ich bei den SWISS Media Awards den ausserordentlichen 2. Platz in der Kategorie Reisen gewonnen. Jeeeeehhh!! Zur Belohnung darf ich mit Kuoni resp. Edelweiss Air einen schönen Flug machen! MUCHISIMAS GRACIAS!!

Ich zitiere aus der Laudatio:

“Mit einer ausserordentlichen Auszeichnung an die Zweitplatzierte will die Jury ihre besondere Anerkennung für die hohe Qualität der Artikel ausdrücken. Stefanie Rigutto ist mit ihrer Stadtreportage über Buenos Aires ein kleines Meisterwerk gelungen. „¡Un beso, Baires!“ ist herausragend und mit journalistischer Hochleistung geschrieben. Menschen und Orte der argentinischen Metropole werden authentisch porträtiert; Mentalität und Erlebnisse gefühlvoll wiedergegeben. Als Leser möchte man am Liebsten die Koffer packen und zur argentinischen Metropole aufbrechen.”

Und was noch viel besser ist: annabelle-Kollege Frank Heer hat den ersten Platz gewonnen mit seiner Reportage über den Skiort Telluride in Colorado! annabelle rocks!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mein Reisejahr 2011 – die Liste

Zum Jahresende habe ich erneut eine Liste verfasst. Dieses Mal: Wo ich 2011 überall war. Jeeeehhh! Aufgenommen wurden – wie vergangenes Jahr – nur Orte, wo ich mindestens eine Nacht verbracht habe (also nicht nur ein paar Stündchen auf dem Liegestuhl gesessen habe). 62 Destinationen sind so zusammen gekommen, verteilt auf alle fünf Kontinente…! Ay, caramba! HAPPY NEW YEAR!

Berlin, Deutschland
Besançon, Frankreich
Broome, West-Australien
Buenos Aires, Argentinien
Canal de la Marne, Frankreich
Cape Range National Park, West-Australien
Chalki, Griechenland
Cuasso al Monte, Italien
Cusco, Peru
Cottonwood, Arizona, USA
Davos
, Schweiz
Eglisau, Schweiz
Elm, Schweiz
Exmouth, West-Australien
Florenz, Italien
Frauenfeld, Schweiz
Fresno
, Kalifornien, USA
Gondo, Schweiz
Gotthard-Pass, Schweiz
Greve in Chianti, Italien
Gruyère, Schweiz
Gstaad, Schweiz
Kaluga, Russland
Kandersteg
, Schweiz
Kangaroo Island, Australien
Kapstadt, Südafrika
Kleinwalsertal, Österreich
Kos, Griechenland
Kratie, Laos
Lima
, Peru
Lenzerheide, Schweiz
London, England
Los Angeles, USA
Madiswil, Schweiz
Marseille, Frankreich
Martigny, Schweiz
Montefalco, Italien
Nouméa, Neu-Kaledonien
Pakse, Kambodscha
Peñafiel
, Spanien
Perth
, West-Australien
Phnom Penh, Kambodscha
Playa d’en Bossa, Ibiza
Pontresina, Schweiz
Port-Lesney, Frankreich
Quintanilla de Onésimo, Spanien
Rhodos, Griechenland
Rom, Italien
São Paulo, Brasilien
Scuol, Schweiz
Siem Reap/Angkor Wat, Kambodscha
Siena, Italien
Sierre, Schweiz
Singapur
Sydney
, Australien
Tarussa, Russland
Tokio, Japan
Tombstone, Arizona, USA
Tucson, ArizonaUSA
Vientiane, Laos
Weggis, Schweiz
Zürich, Schweiz

Hier gehts zu meinem Reisejahr 2010!

Mittwoch, 28. September 2011

Buenos Aires in der annabelle

Soeben ist meine Buenos-Aires-Reportage unter dem Titel “Un beso, Baires!” erschienen. Hier gibts die vollständigen (ungekürzten) Tipps dazu:

Anreise: Nach Buenos Aires gibt es keinen Direktflug. Entweder mit Iberia über Madrid oder mit Air France über Paris. Ab 1500 Franken. Argentinien liegt auf der Südhalbkugel. Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, also die Monate Oktober/November sowie Februar/März. Im Dezember und Januar ist es sehr heiss in Buenos Aires.

Hotels:
- Aura Suites Boutique Hotel: Hübsche Unterkunft im Viertel Palermo, zur Plaza Serrano, dem Dreh- und Angelpunkt der Ausgangsszene, sind es etwa zehn Gehminuten. Herrlich entspannter Garten.
- Hotel Elevage: Etwas unpersönliches Business-Haus, dafür an bester Lage im Microcentro, guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

Arrangement: Salinatours, der Mittel- und Südamerika-Spezialist von Travelhouse, bietet ein „City-Package Buenos Aires“ an. Zwei Übernachtungen im Hotel Elevage inkl. Transfers, private Stadtrundfahrt sowie Tangoshow mit Abendessen kosten ab 590 Franken. Weitere Angebote für Individual- und Rundreisen in Argentinien sowie Aufenthalte in Buenos Aires. (weiterlesen…)

Mittwoch, 21. September 2011

Restaurant Departamento, Zürich: Ein kulinarischer Trip nach Buenos Aires

Der letzte Schrei in Buenos Aires sind „restaurantes a puertas cerradas“ – Mini-Lokale in Privatwohnungen, die nur am Wochenende geöffnet sind, ganz wenige Plätze aufweisen und nur ein Menü anbieten. Nun gibt es auch in Zürich ein Restaurant in dieser Tradition, quasi ein kulinarischer Trip nach Buenos Aires. Das musste ich natürlich testen!

Die Gastgeber – Karin Leuthold und Horacio Riesgo – sind beide Exil-Argentinier, die seit 20 Jahren in der Schweiz leben, aber ihre Heimat jeden Tag vermissen. Ihr Mini-Lokal heisst „Departamento“, spanisch für Wohnung. 

Wir sitzen in ihrem Wohnzimmer und fühlen uns dennoch nicht als Eindringlinge in einer privaten Stube. Eine Wand ist violett gestrichen, die Beleuchtung diskret, ein Puzzle-Foto zeigt das berühmte Hochhaus Kavanagh am Bahnhof Retiro. Die maximal zehn Personen sitzen an zwei Tischen. Jeder Abend steht unter einem anderen Thema. Heute: “El Hambre”, der Hunger, benannt nach einer Erzählung von Manuel Mujica Lainez von 1950. Man erhält seine Geschichte – auf spanisch, por supuesto! – in einer kleinen Broschüre, samt dem Menü und einer CD mit jenen Tango-Stücken, die aus den Boxen plätschern.

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Montag, 06. Juni 2011

Buenos Aires: Das Dossier mit allen Tipps

Wie in den Reise-News der aktuellen annabelle angekündigt, hier mein Dossier zu Buenos Aires, eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Vorab aber noch zwei Stars der Stadt, vereint auf einem Kühlschrank: Pritty, diese zuckersüsse Limonade, und Martin Palermo, einer der grössten Spieler der Boca Juniors:

Zur Einstimmung: Eines der schönsten Liebeslieder der Welt, “El día que me quieras” von Carlos Gardel.

Günstig schlafen: Recoleta Hostel im schicken gleichnamigen Viertel.
Nicht so günstig schlafen: Aura Suites Boutique Hotel im Ausgangsviertel Palermo.

Anschauen: Ein Spiel der Boca Juniors – unvergesslich!
Ausspannen: Bädelen in Punta Carrasco.

Essen: Probieren Sie den Caramelo im Il Ballo del Mattone in Palermo.
Trinken: Setzen Sie sich auf die Dachterrasse der neuen Fundación Proa im Viertel La Boca und trinken Sie eine Lagrima (Espresso mit einer “Träne” Milch).

Kleiner Ausflug: Velotour durch die Reserva Ecológica.
Grosser Ausflug: Flug zu den Cataratas del Iguazú, den spektakulären Wasserfällen.

Zum Ausklang: Lesen Sie Mafalda, köstliche Weisheiten eines kleinen Comicmädchens!

Montag, 16. Mai 2011

Boca Juniors, Buenos Aires

Ein absolutes MUSS für jeden Buenos-Aires-Reisenden ist ein Spiel der Boca Juniors, dem Club, der Maradona gross gemacht hat. Im Idealfall erwischt man ein Spiel in der Bombonera, der sog. Pralinenschachtel, dem Heimstadion der Mannschaft. Wir waren im Stadion der gegnerischen Mannschaft Racing – es war nicht minder ein Erlebnis.

Vielleicht muss ich vorausschicken, dass mich Fussball wirklich nicht interessiert. Und aufs Spielfeld habe ich während der ganzen 90 Minuten auch nicht oft geschaut. Stattdessen auf den Fancorner der Boca Juniors – 5000 Muchachos, ausser Rand und Band. Drei Stunden lang haben sie NONSTOP die schönsten Lieder (“Boca Juniors, querido…”) gesungen, immer wieder neue, egal, was gerade auf dem Platz abging. Gegen die Boca-Fans ist die Muttenzerkurve der reinste Kindergarten. Wenn sie auf und ab wippten, wippte das Stadion mit. Sie gelten als die treusten, aber auch die gewalttätigsten Fans Südamerikas. “Nunca hicimos amistades”, stand auf ihren Plakaten. Wir haben nichts davon gemerkt – aber wir sassen ja auch nicht in ihrem Ecken…!

Tickets bucht man zum Beispiel bei Juancho Futbol, www.juanchofutbol.com.ar

Montag, 08. November 2010

Las Cataratas del Iguazú

Es gibt so Naturschauspiele, die lassen einen einfach sprachlos. Etwas vom beeindruckendsten fand ich die Wasserfälle von Iguazú, im Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay. Die 20 grossen und 255 kleineren Fälle liegen in einer wunderschönen, feuchttropischen Szenerie:

Besonders spektakulär ist die “Garganta del Diablo”, Teufelsschlund. Er produziert soooo viel Dampf, dass man den Wasserfall fast nicht mehr sieht:

Nicht zu vergessen der Lärm, mit dem das Wasser in die Tiefe donnert – man versteht sein eigenes Wort nicht mehr! Hier mein Video dazu: La Garganta del Diablo, Cataratas del Iguazu, Brazil/Argentina

Iguazú wird übrigens direkt von Buenos Aires mit Aerolineas Argentinas angeflogen.

Sonntag, 20. Juni 2010

Gut und günstig: Recoleta Hostel, Buenos Aires

Meine rechte Wange und ich haben ein leicht gestörtes Verhältnis, seit damals, seit Buenos Aires… Und das kam so:

Als ich von meiner Reise durch Argentinien früh morgens mit dem Bus wieder in der Haupstadt Buenos Aires ankam, war ich soooo müde, dass ich ganz dringend ein Bett brauchte. Ich ging also ins Recoleta Hostel – wo ich eh für die nächsten Tage ein DZ reserviert hatte – und fragte nach einem Bett für ein paar Stunden. Eine nette Chica gab mir gratis und franko einen Schlafplatz, im Dormitory Nr. 12. Das Hausmädchen würde mir gerade ein Bett beziehen.

Ich betrat Dorm Nr. 12, es hatte zwei Kajütenbetten, also ingesamt vier Schlafplätze, wobei ein Typ auf jenem rechts unten lag. Er wies auf das Bett gegenüber von ihm und meinte, er sei eh gleich weg. Wie gesagt, ich war ziiieeemlich müde, wollte aber trotzdem nicht gegenüber von dem Typen (oben ohne und in Boxershorts…) schlafen. Also sprang ich aufs obere Bett und schlief nullkommanichts ein.

Ein paar Stunden später erwachte ich – und ein seltsamer Geruch stieg mir in die Nase. Ich roch am Kissen, und da wurde mir plötzlich klar, warum der Typ auf das Bett gegenüber von ihm gezeigt hatte: Es war jenes, welches das Hausmädchen frisch bezogen hatte. Meines hingegen – nein, das war alles andere als frisch bezogen. AAARGHHH! Es brauchte viel Desinfektionsmittel und eine lange Dusche, bis ich meine rechte Wange wieder anfassen konnte…

Trotzdem, das Recoleta Hostel ist ein sehr guter Ort, um günstig in BsAs zu übernachten (vor allem dann, wenn man ein DZ bucht – wir hatten ein riesiges Zimmer mit einer etwa fünf Meter hohen Decke!). Es ist schlicht, aber sauber und bietet regelmässig Ausflüge an. Zudem liegt es an bester Lage, im schicken Viertel Recoleta, unweit des berühmten Friedhofs, des Cementerio de la Recoleta, wo Eva Perón, besser bekannt als Evita, begraben ist.

Recoleta Hostel, Libertad 1216 (y Arenales), BsAs. Ein DZ mit Bad gibts ab 153 Pesos (46 US-Dollar)

Donnerstag, 01. April 2010

Corazón, amor y muuuuchos besos desde Buenos Aires!

Mein südamerikanischer Privatkorrespondent hat mir mitgeteilt, dass der Strassenfeger in Buenos Aires, ja ganz Südamerika, derzeit “Colgando en tus manos” heisst. Gesungen von Carlos Baute (einem schönen Venezuelaner) und Marta Sanchez (einer platinblonden Spanierin). Offenbar würden auch die Polizisten in der argentinischen Hauptstadt lieber “Colgando en tus manos” seufzen statt Bussen verteilen und den Verkehr regeln. I LIKE! Beim ersten Mal hören fand ich den Song typischer Latino-Kitsch: “Mi corazón – schmacht – está – Doppelseufz – colgando en tus – aaah – manos”! Mittlerweile bin ich süchtig nach dem Song…!

http://www.youtube.com/watch?v=LFT5ZN7MpI4

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Montag, 20. Juli 2009

Seat 34A: Buenos Aires – Madrid

Nachtflug, das bedeutet: Abends steigt man ins Flugzeug, morgens landet man wieder. Was also macht man auf Nachtflügen? Man schläft. Ich bin bekannt dafür, auch in Nussgipfel- oder Brezel-Position im noch so engen Flugzeugsitz stundenlang dösen zu können (“Oh, sind wir schon da?”, gehört zu meinen Standardsätzen). Nicht so auf dem Rückflug von Buenos Aires nach Madrid. Vor mir sass eine argentinische Familie, zwei Kinder, etwa 2 und 4, die Eltern blutjung. Sie, die Mutter, hatte sich, kaum sass sie im Sitz, lautstark ein Glas Wasser bei der Flight Attendant bestellt und ein Valium eingeworfen. Als wir abhoben, war sie bereits eingeschlafen. Der junge Vater montierte sich, kaum war das Unterhaltungsprogramm eingeschaltet, die Kopfhörer und zog sich einen Film nach dem anderen rein. Was also machten die Kinder, die nichts zu spielen hatten, sich tödlich langweilten und nicht schlafen konnten? Sie zankten sich, brüllten, weinten, sangen, führten lautstark Selbstgespräche, rannten den Gang rauf und runter, rüttelten an den Sitzen. 12 Stunden lang. Den Vater kümmerte es nicht (er muss die Lautstärke aufs Maximum eingeschaltet haben), die Mutter merkte es sowieso nicht. Und wir anderen Fluggäste? Wir malten Mandalas aus und unterdrückten die Vulkanexplosion mit kühlem Bier.

Wer wach ist, kann immerhin schöne Fotos knipsen: